Bedürfnisorientiert arbeiten – bedürfnisorientiertes Business ?

Dein eigenes Business, das kannst Du gestalten, wie Du es möchtest und brauchst. Umso wichtiger ist es, eben darüber Klarheit zu haben. Also spreche ich gern von bedürfnisorientiertem Business. Manchmal kommt dann die Frage auf, bedürfnisorientiert arbeiten oder gar bedürfnisorientiertes Business, was soll DAS denn sein ? Für viele bezieht sich der Begriff „bedürfnisorientiert“ nach wie vor lediglich auf eine bestimmte Form der „Erziehung“ oder des Umgangs mit Kindern statt auf unser ganzes Leben. Und letztlich, was wir für unsere Kinder wollen, wollen wir auch für uns, hm ? Also – Zeit, mal näher reinzuschauen, was das eigentlich soll mit dem „bedürfnisorientierten Business“. Es kann bedürfnisorientiert aus verschiedenen Blickwinkeln sein – idealerweise für alle (Stichwort unden 🙂  – dann bilden diese drei Komponenten ein Dreieck :

  • bedürfnisorientiert aus Sicht Deines Lieblingskunden: was braucht Dein (idealer) Kunde ? Worum geht es ihm bzw. ihr ? Welche Bedingungen braucht er bzw. sie ? Beispiel: meine Kundinnen haben Kinder, oft mehrere bzw. kleine Kinder, d.h. für sie passt ein Coaching-Setting gut, bei dem die Kinder entweder dabei sein können oder währenddessen betreut sind, der andere Elternteil zuhause ist etc. Gleichzeitig haben sie wenig Zeit, werden oft unterbrochen, haben wenig Arbeitszeit am Stück – können aber beispielsweise zwischendurch oder während des Autofahrens (oder Aufräumens *g*) eine Audiodatei anhören. Oder mir eine Sprachnachricht einsprechen, eine e-mail schreiben oder sich in der Facebookgruppe Feedback geben lassen. Sprich – den ganzen Charme und die ganze Auswahl von synchr0ner (z.B. Coaching 1:1 und in der Gruppe) und asynchroner (z.B. eben schriftlich) Kommunikation nutzen.
  • bedürfnisorientiert aus Deiner Sicht als Unternehmerin: was brauche ich, um gut arbeiten zu können? Was muß dafür gegeben sein? Im Angestelltenverhältnis mögen das zumindest die Möglichkeiten zu Home-Office-Tätigkeit, Gleitzeit, Jahresarbeitszeit oder auch eine betriebliche Kinderbetreuung sein. Als Selbständige geht es einerseits auch um Umstände oder Ressourcen, wie eine Kinderbetreuung oder ein Eltern-Kind-Büro bzw. Mütterteam. Andererseits und vor allem geht es aber auch um die direkte Arbeitsgestaltung. Und hier hast Du als Selbständige und vor allem als Online-Unternehmerin die volle Bandbreite zur Auswahl. Was die Kommunikation betrifft, gilt bei mir mit drei Kindern das Gleiche wie für die Bedürfnisse meiner Lieblingskundin, wir sitzen im gleichen Boot. Darüber hinaus kannst Du natürlich auch Dein gesamtes Geschäftsmodell dahingehend strukturieren und aufbauen. Habe ich nur 15 Stunden Wochenarbeitszeit (und die gegebenfalls auch noch „gestückelt“), ist die Zahl der Einzelcoachings, die ich machen kann, sehr begrenzt.  Möchte ich mehr Menschen helfen oder mehr verdienen ohne meinen Stundensatz ins Unermeßliche zu steigern, sind also skalierbare oder teilkalierbare Bestandteile ideal. Gleichzeitig wäre es für mich als Introvertierte schwierig, ständig Kaltakquise zu betreiben oder Vorträge vor vielen Menschen zu halten.
  • bedürfnisorientiert aus Sicht des Kindes. Hier ist er nun, Business aus Blick der kleinen Menschen – im Grund egal, ob wir auf Anbieter- oder Kundensicht schauen. In diesem Bereich haben wir oft die meiste Übung. Wie alt ist das Kind, gibt es anderweitige Betreuung, kann es sich zeitweilig selbst beschäftigen ? Profitiert es vielleicht schon direkt von meinem Tun  und meinem Wissen?

Und wie kann ich die einzelnen Punkte bzw am besten vereinen ?

Ausführlicher spreche ich darüber hier in meinem Video in familienleicht business tv in meiner Facebook-Gruppe, in der Du auch herzlich willkommen bist.

 

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Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Lena,

    „ich mach mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt“ könnte jetzt manch einer einwenden.
    Als Unternehmer haben wir uns den Gestaltungsspielraum geschaffen, um unser Business nach unseren Bedürfnissen zu gestalten.

    Aber auch als Arbeitnehmer gibt es Spielräume.

    Die größte Herausforderung, die ich sehe, ist:
    „Weißt du, was dir gut tut? Kennst du deine Stärken und Schwächen?“

    Viele haben darüber noch nie nachgedacht.

    Klasse Denkanstoß,

    SinnSTIFTende Grüße,
    David

    1. Lieber David,
      danke Dir!
      Ja, ein bisschen Pippi schadet da glaube ich nicht 😉
      Denn warum nicht? Warum nicht uns die Welt gestalten, wie sie uns gefällt?
      Dennoch scheint der Gedanke allein oft unerhört. Man kann doch nicht..!
      Das Problem liegt dort, wie Du schreibst: viele kennen ihre Bedürfnisse nicht mehr. Sie sind verbuddelt unter den mitgegebenen oder erworbenen „Das geht nicht“, „Da muss man eben durch“, „Das Leben ist kein Ponyhof“, „Ein braves Mädchen tut das nicht“, „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ und ähnlichem mehr.
      Lieben Gruß

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