Mütter im Business – Stories und Motivationen – mit Carolin Habekost

Carolin ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren. Sie ist seit 4,5 Jahren selbständig und arbeitet von zuhause aus als Kommunikationstrainerin und Coach. Das Kommunikationstraining findet offline statt und das Coaching baut sie sich gerade zusätzlich online auf.
Ihr Herzensthema heißt: „Finde dein Mama-Konzept“. Dazu hat sie einen Podcast gestartet und baut gleichzeitig ihr Online-Business weiter aus. Sie berät Mütter mit bedürfnisorientierter Haltung, die arbeiten möchten, zum Thema Vereinbarkeit.

Beginn der Selbständigkeit in der Elternzeit

Bevor ihr erstes Kind auf die Welt kam, war sie fest angestellt. Da sie beruflich auch viel auf Reisen war, war dieses Angestelltenverhältnis dann aber mit dem Kind nicht mehr vereinbar. In der Elternzeit hat sie dann aber nach einigen Monaten das Arbeiten vermisst und fing deshalb an, selbständig nebenbei Aufträge für Kommunikationstraining anzunehmen. Sie hatte einen Antrag auf Teilzeit in Elternzeit bei ihrer Firma gestellt. Sie war dann durch die Elternzeit noch krankenversichert und hatte dadurch Spielraum, um ein Fundament für ihre Selbständigkeit als Kommunikationstrainerin zu legen und gab ab und zu Trainings. In der Zeit musste sie dann ihr Kind betreuen lassen, was anfangs eine sehr große Herausforderung und ein großer Aufwand war.
Während der Elternzeit wurde Carolin mit dem zweiten Kind schwanger und bekam dann die nächste Elternzeit.

Carolin empfiehlt, sehr viel Elternzeit einzureichen, ruhig auch mehr als 2 Jahre. Denn es ist wirklich ein großer Vorteil, so lange noch krankenversichert zu sein und Zeit zu gewinnen, bis die Selbständigkeit läuft.

2 Gründe, warum sie sich für Online-Business entschieden hat

Der erste Grund ist: Weniger Reisen müssen, weniger Fahrzeit und weniger Organisation. Die Leute kommen über den Podcast zu ihr, lernen sie kennen, und wenn sie ein Kennenlern-Gespräch mit ihr buchen, wissen sie schon einiges über sie. Carolin empfindet es als eine sehr angenehme Art, um mit den Kunden in Kontakt zu kommen. Die Kunden kommen von selbst zu ihr, sie wird zum Magnet und muss nicht „Türklinken putzen gehen“.

Der 2. Grund ist, dass ihre Zielgruppe ihr sehr gut gefällt und es ihr Spaß macht, mit Müttern zu arbeiten. Sie ist im Internet sehr eng mit ihren Wunschkundinnen positioniert, die von überall zu ihr kommen können. Sie ist seit Januar 2017 dabei, sich das Online-Coaching-Business zusätzlich aufzubauen und möchte es noch erweitern, um überwiegend online zu arbeiten.

Das Dilemma der Bedürfnisorientiertheit

Oft neigen wir mit dieser Haltung dazu, eher auf die Bedürfnisse der Kinder und der Familie allgemein einzugehen und sich selbst hintenan zu stellen. Dadurch besteht dann die Gefahr, dass die eigene berufliche Tätigkeit mehr und mehr in den Hintergrund gerät oder man schneller einen Job annimmt, den man gut nebenbei machen kann, der einen aber nicht erfüllt. Für eine vorübergehende Zeit mag das in Ordnung sein, aber auf lange Sicht ist das keine gute Wahl.

Deshalb sieht Carolin die Selbständigkeit als eine gute Möglichkeit, etwas zu machen, was einem auch Spaß macht – und noch dazu kann man sich die Zeit einteilen. Carolin arbeitet viel, wenn die Kinder schlafen und außerdem in den 3 Stunden, wenn sie im Kindergarten sind. Wenn sie mal mehr zu tun hat, fragt sie ihren Mann oder die Oma, ob sie sich um die Kinder kümmern.

Man muss sich selbst gut strukturieren können und darauf achten, dass man auch mal selbst Pause macht, wenn man die Kinder gerade nicht hat. Oder dass man auch mal früh ins Bett geht oder mit dem Partner etwas unternimmt. Jetzt hat sie ihr Online-Business so weit, dass vieles von selbst läuft. Allerdings hat sie am Anfang, als sie alles aufgebaut hat, sehr viel Zeit da reininvestiert und eigentlich fast nichts anderes gemacht, bis sie diese Grundbasis fertiggestellt hat, dass einiges von selbst laufen konnte.

Die Selbstbestimmung der Zeiteinteilung hat Vor- und Nachteile. Man muss sich selber gut kennen und dann den Tagesablauf danach organisieren – eine besondere Herausforderung für sie ist, wenn die Kinder Ferien haben. Da geht sie dann gerne mal zu ihren Schwiegereltern, um ungestört arbeiten zu können.

Persönlichkeitsarbeit an sich selbst durch die Selbständigkeit

Die Selbständigkeit hat ihr in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu großen Sprüngen verholfen. Nicht nur organisatorisch, sondern auch, was das Know-how darüber angeht, wie man die eigenen Projekte umsetzt, wie z. B. den eigenen Podcast zuhause aufnehmen und online stellen, die Website dafür erstellen etc. Sie hat sich learning-by-doing inzwischen sehr viel Wissen und neue Fähigkeiten angeeignet.
Dafür lässt sie sich zum Teil auch coachen und hat sich Programme gekauft, ist in 2 Mastermind-Gruppen, nimmt an Netzwerktreffen teil und vernetzt sich mit anderen Menschen, die auf einem ähnlichen Weg sind.

Diese neue Entwicklung zeigt ihr, dass sie wirklich Wege findet, um sich die Sachen anzueignen, wenn sie etwas machen will und das hat ihren Selbstwert enorm aufgebaut.

Selbständigkeit vs. Angestelltenverhältnis

Carolin ist sehr glücklich mit dem, was sie jetzt macht, sie sagt aber auch, dass die Selbständigkeit kein „Allheilmittel“ ist, da mit der Selbständigkeit auch viele Kosten auf einen zukommen. Sie weiß nicht, ob sie immer selbständig bleiben wird und sagt, wenn sie eine Teilzeitstelle angeboten bekommen würde, die zu ihr passt, würde sie diese ggf. annehmen und die Online-Selbständigkeit nebenher machen.

Sie empfiehlt Müttern, die nach der Elternzeit gerne wieder in ein Angestelltenverhältnis oder sogar zum alten Arbeitgeber möchten, in ihrer Branche am Ball zu bleiben, evtl. mal auf Netzwerktreffen zu gehen und auch Kontakt zum alten Arbeitgeber zu halten. Das gibt einem das Gefühl, nicht aus allem raus zu sein.

Auch nach einer längeren Selbständigkeit kann man gut wieder in ein Angestelltenverhältnis zurückgehen, vorübergehend oder längerfristig. Keine Entscheidung ist endgültig und man weiß ja auch nie, was man in 5 Jahren machen wird.

Essenz:

Carolin ist sehr froh darüber, dass sie ihren Kindern vorleben kann, dass sie ihre Arbeit gerne macht und ihnen nicht diesen Eindruck vermitteln muss, montagmorgens zur Arbeit zu müssen, mit dem Gefühl, keine Lust zu haben. Dasselbe wünscht sie ihren Kindern auch: dass sie eine Berufung finden, die sie erfüllt und eine Arbeit, die ihnen Freude macht!

Ihr findet Carolin unter: www.carolinhabekost.de

(Interviewzusammenfassung)

 

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Hier findest Du das vollständige Interview mit Carolin:

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