#139 Zeitmanagement für selbständige Mütter mit Jana Heinzelmann

Flexibiliät, Vereinbarung & im Business und in der Familie

Bring dein Zeitmanagement als selbständige Mama in die Reihe und lass dich von Jana Heinzelmanns Tipps in dieser Folge inspirieren.

Jana Heinzelmann ist die Gründerin von “Mamanehmer” und zeigt anderen Müttern, wie sie ihr Familienleben mit der Selbstständigkeit vereinen können. Wir sprechen außerdem darüber, wie du mit gesellschaftlichen Vorurteilen und den Schuldgefühlen im Mama-Business-Alltag gekonnt umgehst.

Shownotes

Links zur Folge:

Janas Website / Mamanehmer

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Blogartikel

Jana war schon vor der Geburt ihres Kindes selbstständig, deshalb stand für sie Eines fest: Sie wollte auch mit Kind ihre Selbstständigkeit beibehalten.

Nachdem ihr Sohn 2016 geboren wurde, wusste Jana, dass sich durch die neue Mamarolle auch einiges in ihrem Business ändern würde. Dabei stieß sie auf verschiedene Herausforderungen und Problematiken: Ihr Zeitmanagement musste sie grundlegend umstrukturieren, sie hatte mit gesellschaftlichen Vorurteilen und auch eigenen Schuldgefühlen zu kämpfen.

Jana nahm die Herausforderungen dennoch an und hat sie gekonnt gemeistert. So unterstützt sie heute mithilfe ihres Blogs, Podcasts, ihrem Buch und durch ihren Kurs andere selbstständige Mütter dabei, Karriere und Kind unter einen Hut zu bringen – und den Traum der Selbstständigkeit weiterzuverfolgen.

 

Die größte Herausforderung als Mutter in der Selbstständigkeit

Die größte Herausforderung bestand für Jana darin, ihren Alltag neu zu strukturieren und ihre Zeit effizient zu nutzen.

Bevor ihr Kind auf der Welt war, konnte sie ihren Arbeitsalltag nach Lust und Laune gestalten. Ihre freie Zeiteinteilung ermöglichte es ihr, flexibel auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten. War sie morgens nicht produktiv, konnte sie ihre Hauptarbeit auf einen späteren Zeitpunkt verlegen – und umgekehrt.

Jana merkte nach der Geburt jedoch schnell, dass nun ihr Sohn die zeitliche Struktur vorgab und sie sich nach seinen Bedürfnissen richten musste: Wann schläft er? Wie lange schläft er? Wann hat er Hunger?

Dies waren alles Faktoren, die eine spontane Planung unmöglich machten und eine enorme Umstellung für Jana darstellte.

 

Wie bringt Jana ihr Business und Familienleben unter einen Hut?

Für Jana ist es besonders wichtig, dass die Organisation und Planung für die ganze Familie passt. Nur wenn alle glücklich mit der Situation sind, kann es langfristig funktionieren.

Es ist sehr wichtig, immer flexibel zu bleiben und sich stets an neue Umstände anzupassen. Denn nicht nur die Bedürfnisse des Kindes verändern sich, sondern auch ihr Business.

Vor ihrer neuen Rolle als Mutter hat Jana schon immer gerne mit To-do-Listen gearbeitet. Jedoch funktionierte ihr bisheriges System nicht mehr: Durch das Mama Sein hatte sie ständig das Gefühl, in ihrer Selbstständigkeit auf der Stelle zu stehen.

Also fing sie an, jeden Tag das To-do mit der höchsten Priorität anzugehen. Dabei arbeitete sie an dem Tag so lange, bis die Aufgabe erledigt war. Hatte sie anschließend noch Zeit übrig, machte sie sich an die To-dos, die zusätzlich auf der Liste standen.

Das gab ihr jeden Tag das schöne Gefühl, dass sie das Wichtigste schaffte und jeden Tag vorankam.

Dieses neue Modell verspricht nicht nur innere Erfüllung, sondern auch ein enormes Maß an Flexibilität und kann an die Mutterrolle angepasst werden.

 

Janas Tipps für deine bessere Zeiteinteilung, Organisation und mehr Produktivität im Alltag

 

  • Erstelle dir jeden Tag eine To-do-Liste. Plane dir anfangs mehr Zeit und Puffer für deine Aufgaben und arbeite fokussiert, wann immer möglich. Sei dabei nicht zu hart zu dir selbst, falls du mal nicht alles schaffst. Vergiss nicht, welche Arbeit du noch neben dem Business als Mutter leistet.

 

  • Bleibe realistisch und versuche dir nicht so viel wie möglich in deinen Tag zu packen – das führt meistens nur zu Frustration. Sei ehrlich zu dir selbst und überlege, ob du deine Aufgaben (trotz unvorhergesehener Ereignisse) auch in der geplanten Zeit schaffen kannst.

 

  • Überlege dir, wie viel Zeit du für einzelne bzw. wiederkehrende To-dos benötigst. Notiere dir für ein bis zwei Wochen die exakte Zeit, die du für die Erledigung deiner Aufgaben benötigst. Auf diese Weise erhältst du einen guten Überblick und ein besseres Gefühl für deine Zeiteinteilung.

 

  • Ordne deine Aufgaben nach Priorität und stelle dir Fragen wie: Was bringt mich jetzt gerade weiter? Was ist das Wichtigste an meiner Arbeit? Welche Aufgaben bringen mir aktiv Geld ein? Arbeite als Erstes an der Aufgabe mit der höchsten Priorität. Die anderen To-dos kannst du abarbeiten, falls du noch Zeit übrig hast.

 

  • Vergleiche dich nicht mit anderen Selbstständigen, die kein Kind haben und dadurch mehr Arbeit leisten können. Das heißt nicht, dass du eine schlechtere Unternehmerin bist. Du bist eben eine andere Unternehmerin, mit ganz anderen Herausforderungen.

 

Wie schaffst du es trotz Kind Deadlines oder Termine einzuhalten?

Jana sieht es als wichtigsten Punkt, offen mit dem Kind-Thema vor den Kunden umzugehen. Die richtige Kommunikation macht hier den entscheidenden Unterschied! Wenn du gleich von Anfang an kommunizierst, dass du ein Kind hast, dadurch unflexibler bist und längere Vorlaufzeiten benötigst, ist das für die meisten Kunden kein Problem.

Setze den Kunden für Deadlines wenn möglich die Regel, mindestens ein bis zwei Wochen Puffer zu haben. So kannst du besser agieren, falls etwas dazwischen kommt.

Tue es Jana gleich und achte bei wichtigen Terminen darauf, dass ein Familienmitglied daheim ist, welches auf das Kind aufpassen kann. Das ermöglicht dir Ruhe und erlaubt es dir, dich voll und ganz auf die Termine oder Kunden zu konzentrieren.

Für Jana war es damals sehr wichtig, mit viel Selbstbewusstsein, guter Vorbereitung und Offenheit auf den Kunden zuzugehen. So kommunizierte sie früh genug ihre Schwangerschaft und hatte für den Tag der Geburt eine Info-E-Mail vorbereitet, die sie den Kunden ganz einfach per Klick zusenden konnte, damit sie Bescheid wussten, dass sie nun für eine gewisse Zeit ausfällt.

Ihr Rat an dich: Sei vorausschauend, denke mit und plane rechtzeitig. Gehe auf den Kunden zu, erkläre ihm deine Situation und liefere ihm direkt deine Idee für eine Lösung mit. Das nimmt den meisten Kunden die Sorgen und Ängste vorweg, weil sie nicht das Gefühl haben, dass du sie im Regen stehen lässt.

 

Die Vorurteile über selbstständige Mütter in der Gesellschaft

Das klassische Rollenbild einer Mutter ist in der Gesellschaft heute immer noch in vielen Generationen verankert. In vielen Köpfen ist es noch eine Selbstverständlichkeit, dass die Mutter nach der Geburt für mindestens drei Jahre in Elternzeit geht und sich um das Kind und den Haushalt kümmert.

Da Jana nicht diesem Rollenbild entspricht, wurde sie oft kritisiert und sogar als Rabenmutter bezeichnet, die ihre Karriere dem Kind vorzieht. Im Austausch mit anderen selbstständigen Müttern stellte sie häufig fest, dass es gesellschaftlich verpönt wird, wenn man aus der Norm herausfällt.

Jana ist jedoch der Meinung, dass jede*r ihren/seinen eigenen Weg gehen darf und dieser Weg auch nicht der Norm entsprechen muss. Ihr ist es enorm wichtig, sich selbst zu verwirklichen und sie möchte glücklich in ihrem Leben sein – denn nur so kann sie auch die beste Mutter für ihr Kind sein.

Einher geht das mit viel Toleranz. Jana kann ebenso Mütter verstehen, die die drei Jahre nach der Geburt nur mit ihrem Kind verbringen möchten. Für Jana zählt Eines: Jede*r muss wissen, was einen glücklich macht. Denn so findet jede*r auch seinen eigenen Weg.

 

Wie gehst du mit Schuldgefühlen um, wenn du es nicht schaffst, allem gerecht zu werden?

Jana hatte auf ihrer Reise durch die Selbstständigkeit oft mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Diese kamen immer dann hoch, wenn es mal nicht so lief, wie sie sich das vorgestellt hatte. Sie gab sich oft selbst die Schuld dafür, wenn sie nicht allen Bereichen gleichermaßen gerecht werden konnte.

Vor allem durchlebte sie diese Schuldgefühle während der Pandemie. Ihr Kind konnte nicht in den Kindergarten oder zu Familienmitgliedern, dennoch wollte sie auch im Business vorankommen. In dieser Zeit versuchte sie, ihrem Sohn gerecht zu werden, ihr Business zu führen und gleichzeitig eine erfüllte Partnerschaft zu haben. Das gelang ihr nicht immer.

Doch sie merkte, dass sie keine Schuld traf. Keiner konnte die Pandemie und die damit einhergehenden Herausforderungen voraussehen. So begann sie, ihre Situation zu hinterfragen und sie aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Wenn auch du öfter an Schuldgefühlen leidest, frage dich: Woher kommen die Schuldgefühle? Warum denke ich so über mich und warum fühle ich mich so?

Merke dir abschließend: Keiner ist perfekt! Als selbstständige Mutter hast du eine Vielzahl von wichtigen Aufgaben. Solange du dich in deiner Rolle wohlfühlst und glücklich bist, musst du dir das Leben nicht durch Schuldgefühle schwerer machen. So wirst auch du es schaffen, sowohl in deiner Mutterrolle als auch in deinem Business voll aufzugehen.

 

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