Wenn ich aktuell mit Interessentinnen spreche für die Next Level Mastermind, ist eine große Sorge oft “ich wollte doch eigentlich eher weniger machen”. Gerade dann, wenn sie sehr gewachsen sind im letzten Jahr oder in den letzten Jahren. Bei der Themenauswahl für mein Community-Webinar hatte “Wie du beständig mehr Verkäufe und mehr Einkommen erzielst, ohne ständig mehr zu tun” die Nase vorn (das Webinar kannst du übrigens noch für kurze Zeit abrufen). Und keine Frage, nach fast 2 Jahren Pandemie mit einer großen Belastung gerade für Eltern gibt es auch viel Erschöpfung in dieser systemischen Belastungssituation, gerade dann, wenn das Business eben noch nicht komplett selbstbestimmt ist. 

Grund genug, diese Frage mal in einer Podcastfolge aufzugreifen und here we go. 

Links zur Folge:

Next Level Mastermind ab 31. Januar 2022, Frühbucher bis 15. Dezember 2022

Webinar „Wie du beständig mehr Verkäufe und Einnahmen erzielst, ohne ständig mehr Kund:innen zu akquirieren, mehr Content zu erstellen und mehr Anzeigen zu schalten“ (Aufzeichnung)

Blogbeitrag

Nur mit immer mehr tun mehr erreichen?

Es ist ein weitverbreiteter Mythos, dass man immer nur mit mehr tun mehr erreichen und erfolgreicher werden kann. Sowieso stellt sich die Frage, was genau “Erfolg” für die einzelne Person bedeutet, aber das beständige Trennen ist meiner Ansicht nach toxisch und macht Menschen klein.  

Zweifelsohne gibt es diese Momente in jedem Business und jedem Bereich, in denen viel auch viel hilft.  

Grundsätzlich geht es aber eher darum, die für dich richtigen Dinge zu tun.  

So weit, so klar, wird mir wahrscheinlich jede/r zustimmen. Nur – was heißt das am Ende des Tages? 

So let’s dive in. 

Der allererste Fallstrick für “Mehr erreichen mit weniger tun” ist in aller Regel im Kopf. 

Die meisten von uns sind aufgewachsen mit Sätzen, Glaubenssätzen wie “Wer mehr verdienen will, muss auch mehr tun”, “harte Arbeit führt zum Erfolg”. Das Bildungssystem ist auf Angestelltentätigkeit ausgerichtet und bei dieser sowohl als Freelancer oder bei anderen stundensatzgebundenen Tätigkeiten ist es nunmal so: mehr Stunden gleich mehr Geld. 

In einem nachhaltig erfolgreichen Businessmodell, das idealerweise auf mehr als einem Bein steht und nicht komplett von dir als Person abhängt auf Dauer, gilt das so nicht. Diesen Mindshift gilt es zunächst zu schaffen. Zumal eben offline die Möglichkeit skalierbarer Produkte und mehr Umsätzen und mehr Gewinn ohne deutlich mehr Personal einen ganz anderen Ressourceneinsatz  an Investment erfordert als online. 

Und versteh mich nicht falsch: ich rede hier nicht von sich Millionen Umsatz oder Gewinn zu manifestieren, ohne einen Fingerschnipp dafür zu tun oder anderen Quark, den dir manche auf Social Media glauben machen wollen. Ich meine auch nicht, dass sich alles ständig nur leicht anfühlt wie ein Einhornpups, denn das ist nicht der Fall. Ich sage das deshalb so deutlich, weil das ja oft auch eine Erwartungshaltung ist, weil einen diese Botschaften natürlich auf einer teils unbewussten Ebene erreichen. Und weil natürlich deine Energie und das, was du glaubst, enormen Einfluss hat, das werde ich ja auch nicht müde zu sagen. 

Ich rede vielmehr von einem echten unternehmerischen Denken. Das Trennen des Ergebnisses von deiner Tätigkeit in diesem Moment. Oft erntest du, was du vor längerer Zeit gesät hast oder triffst heute Vorkehrungen für etwas, was sich in der Zukunft auswirkt. Das ist das berühmte Arbeiten AM statt nur IM Business, weshalb viele das unternehmerische Level gar nicht erreichen, wenn sie das unterlassen.  

Und dann: Es gibt die Phasen im Business, in denen man Vollgas gibt und in denen einfach sehr sehr viel durch einen selbst zu tun ist, um zu wachsen. Oder in der eben viel parallel zu anderen Dingen im Tagesgeschäft (oder noch mit Angestelltenjob parallel) zu tun ist. Oft ist das direkt am Anfang so und auf den Stufen, bevor es auf ein neues Level geht, bevor man einen echten Sprung macht. Und genau DA ist das Problem. Denn nach oder in Phasen des Wachstums ist oft das Bedürfnis da, sich zurückzulehnen. Man hat viel getan und außerdem muss alles ja auch innen und im Körper ankommen, embodiet werden sozusagen. Und gerade in diesen “Dazwischen-Phasen” ist die unbewusste Angst oft besonders groß. Es könnte ja am Ende richtig unvorstellbar gut werden 😊 

Da gehen dann viele auf Tauchstation, ziehen sich zurück, ruhen vermeintlich aus (und müssen dabei ja gleichzeitig an dem Punkt weitermachen, wo sie stehen) und das ist meist das Verkehrteste, was du machen kannst. Und ja, ich war da selbst auch schon. 

Was also braucht es, um mehr zu erreichen mit weniger tun?  

1) Checke dein Geschäftsmodell:

zunächst mal gilt es festzustellen, wo dein Geld überhaupt herkommt. Wovon hängt momentan dein Mehr-Einkommen in der Hauptsache oder gar ausschließlich ab? Hängt es daran, ob du mehr Kund:innen gewinnst? Geht es auf und ab mit dem Algorithmus deiner Social-Media-Accounts oder mit den Preisen von Anzeigen-Werbung? Wie sehr ist es an dich als Person gebunden – oder auch an andere Personen, beispielsweise Team-Mitglieder? Brauchst du für jedes Mehr-Einkommen auch mehr Leute? Gibt es noch keine oder zuwenig skalierbare Produkte, digitale Produkte und Co oder hakt es bei denen offensichtlich noch irgendwo? Wie werden Menschen auf dich aufmerksam und erfolgen diese Wege dein ständiges Zutun? Je stärker einer dieser Bereiche ein Schwergewicht für dein Mehr-Einkommen darstellt, umso genauer solltest du da hinschauen, wie du künftig mehr Vielfalt und Unabhängigkeit hineinbringen kannst. 

2) Generell gilt – mach mehr von dem, was funktioniert UND dir leicht fällt.

Hört sich so leicht an und dennoch sieht man’s oft nicht, geschweige denn, dass es umgesetzt wird. Auch hier kommen wieder Glaubenssätze auf, schließlich darf es ja vielleicht gar nicht so leicht gehen? Wenn du’s noch nicht weißt, zB im Marketing, probiere was aus. Könnte ja gut werden.  

3) Mach mehr von dem, was dir entspricht

und immer weniger, irgendwann möglichst nichts mehr von dem, was dir nicht entspricht und wo du nicht in deiner Zone of Genius bist. Das gilt in allem, im Marketing, im Verkauf und in der Kundenarbeit. An manchen Stellen können andere besser supporten als du. Klar, manche unternehmerischen Aufgaben bleiben dir und bei anderen Sachen braucht es auch, bis du das perfekte Team hast. Aber wie immer: soviel wie eben geht. 

4) deine Kunden:

wo arbeitest du bereits mit den Menschen, mit denen du wirklich wirklich arbeiten willst und denen du richtig gut helfen kannst, deinen Traumkund:innen? Wo vielleicht noch nicht – und wie erreichst du mehr von denen, mit denen es wirklich gut passt? Denn, Überraschung, denen kannst du am besten helfen und sie kommen mit deiner Unterstützung am besten voran und es fühlt sich zudem wunderbar an.

Vergiss nicht, jede Kundenbeziehung ist eben genau das, eine Beziehung. Je besser die Beziehung, umso leichter geht alles. Wo ist vielleicht deine Message noch nicht klar und stimmig? Und auch hier: wo kommt das Geld her? Von immer den gleichen Menschen oder immer neuen? Oder ist das eine Mischung? Auf welche Art und Weise? Sind das Dauer-Auftraggeber für immer dieselbe Sache oder entwickeln sie sich mit dir weiter und buchen immer wieder bei dir? Wo kommen deine Kund:innen her? Über Empfehlungen, Anzeigen, Social Media, kennen sie dich schon lange? WEISST du überhaupt, wo sie herkommen?  

5) deine Produkte.

Wenn du verschiedene Produkte hast (was ich dir in den meisten Fällen empfehlen würde, wenn du bereits einige Zeit im Business bist): Bauen sie sinnvoll auf einander auf? Oder ergänzen sie sich gut, greifen ineinander? Oder bedienen sie unterschiedliche Kund:innenbedürfnisse bzw. Lern- und Persönlichkeitstypen deiner Traumkund:innen? Oder helfen sie deinen Traumkund:innen an unterschiedlichen Punkten ihrer möglichen Reise bei dir? Können deine Traumkund:innen in verschiedenen (oder auch den gleichen) Produkten über längere Zeit bei dir bleiben, wenn sie sich weiterentwickeln? Wenn du keine dieser Fragen mit ja beantworten kannst, dann darfst du da ran, das wird dein Business viel viel leichter und erfolgreicher machen. 

6) deine Marketing- und Verkaufswege.

Gibt es hier klare Wege, klare Funnels, die von A nach B führen? Wo gibt es sinnvolle automatisierte Bestandteile, wo fehlen sie?  

7) du bist die „Goldene Gans“ in deinem Unternehmen

wie es die amerikanische Money Mindset Coach Denise Duffield Thomas ausgedrückt hat. Ohne dich geht nix. Tue Dinge, die dir gut tun und schau, wie geht das in Alignment mit deinem Unternehmen? Wie kannst du diese Dinge in dein Unternehmen integrieren? Plus: umgekehrt tut dir ja ein erfolgreiches Unternehmen gut und ermöglicht vieles. 

8) Plane Pausen ein und zwar so, wie es dir entspricht.

Klar, wenn du völlig überarbeitet bist, geht irgendwann gar nichts mehr. Aber was genau brauchst du? Das sind nicht für alle wochenlange Ferien, sondern vielleicht auch eher kleine Quickies. Sind es vielleicht auch einzelne Dinge wie Phasen ohne Calls, so wie ich sie gerne mache ? Brauchst du Ruhe NUR für dich allein? Wirst du irre, wenn du in 3 Wochen Familienurlaub Business-Verbot hast, weil dein kreatives Hirn frei dreht? Das ist gerade mit Familie oft herausfordernd, aber achte da auf dich und deine Persönlichkeit und schau, wie sich idealerweise eine undende Win-WIn-Lösung findet. 

9) Wo kannst du besser nutzen, was bereits DA ist?

Und HIER liegt auf Dauer die meiste Magie. Das können kleine Tweaks sein, wie dass du in deiner Willkommensserie beim Eintrag für dein Freebie bereits die Option für ein kleines Produkt oder einen weiteren Schritt oder eine Warteliste gibst. Oder dass du solche E-Mail-Serien regelmäßig überprüfst, wo vielleicht auf veraltete Sachen, längst vergangene events hingewiesen wird. Das kann ein Evergreenfunnel sein, an dem du feilst. 

Und das meiste Potential liegt in den Hauptpunkten deines Business: bei Produkten und deinen Kund:innen.  

Wo kannst du deine bestehenden Produkte besser machen, besser an deine Kund:innen anpassen? Wo kannst du sie mit einer Erweiterung oder einem Upgrade versehen, sodass sie länger für deine Traumkundinnen interessant sind?

Das ist nun kein typisches Online-Business-Ding, ich komme ja aus der Unternehmensberatung und das ist eine ökonomische Tatsache, dass Stammkund:innen neben der oben beschriebenen Leichtigkeit in der Arbeit miteinander (vorausgesetzt, es sind die richtigen) auch am profitabelsten sind, dir also auch monetär den größten Wert bringen. Und den bringen sie dann, wenig verwunderlich, wenn sie zufrieden sind, wenn sie sich wohlfühlen bei dir, wenn ihr eine gute Beziehung und vielleicht sogar Spaß miteinander habt und sie natürlich mit deiner Hilfe vorankommen in dem, weshalb sie zu dir gekommen sind.

Die ollen fiesen Marketingmethoden, bei denen die Kundenbeziehung mit dem Verkauf endet und eine Art Feindbild ist, haben endgültig ausgedient. Ich habe neulich ein Webinar dazu gehalten, da berichteten einige Teilnehmer:innen über Sprüche, die teilweise auch am Arbeitsplatz fielen, in die Richtung von “Hilfe, Kunde droht mit Auftrag” oder “Das Einzige, was stört, ist der Kunde” – auch wenn solche Sprüche erstmal witzig gemeint sein mögen, sie beinhalten doch meist einen Funken Wahrheit aus dem Gedankenguts des Sprechers (die Aufzeichnung dieses Webinars, wo wir noch tiefer ins Thema der Folge und dessen Umsetzung eintauchen, ist übrigens noch ein paar Tage verfügbar, den link findest du in den Shownotes). 

Können deine Kund:innen bestehende Produkte fortsetzen, wiederholen oder in ein anderes Produkt weitergehen? Und werden diese Optionen genutzt? Da, wo es solche Optionen bei uns gibt, beträgt der Anteil derer, die mit uns weitergehen, meist im Durchschnitt rund 50%, was eine sehr sehr gute Quote ist. Wo es bei dir solche Optionen noch nicht gibt, wo kannst du sie schaffen? Falls dir gar nichts dazu einfällt, tue das eigentlich Naheliegendste, was wir doch so oft vergessen: was wollen und brauchen denn deine bestehenden Kund:innen? Aber denk dran: frage nichts, von dem du nicht auch vorstellen könntest und wo du nicht auch Bock hättest, es zu machen.

Und deine bestehenden Kund:innen helfen dir natürlich auch, deine Produkte immer besser zu machen, weil sie dich und die Produkte gut kennen UND entsprechend gewachsen sind in der Zusammenarbeit. Und umgekehrt kannst du ihnen natürlich auch immer besser helfen, denn du kennst sie immer besser, du weißt, wo sie hängen und du weißt, was ihnen hilft zu wachsen. Auch das ist nichts grundsätzlich Neues in der noch jungen Online-Welt, das gilt offline genauso. Nicht umsonst arbeitet man mit Beratern in Unternehmen über längere Zeit zusammen. Mentor:innen in den Unternehmen hat man als junger aufstrebender Mitarbeiter:in auch normalerweise über längere Zeit, so war es jedenfalls bei mir.

Und so erzielst du auch im Business und im Online-Business-Bereich die besten Ergebnisse bei längerer Zusammenarbeit mit einem (oder auch mehreren) Coaches oder Mentoren. Da sehe und erlebe ich oft wahre Quantensprünge, sowohl in der Arbeit mit meinen Kund:innen als auch schon mein Leben lang mit eigenen Mentor:innen und Coaches. Voraussetzung dafür, dass es für alle Beteiligten fruchtbar ist, ist natürlich, dass es gut passt, der Mentor eben auf diese Weiterentwicklung und beständige Blicke über den Tellerrand und Offenheit achtet und die Bereitschaft, sich auf entsprechende Entwicklung einzulassen. Außerdem sucht sich niemand gerne ständig eine neue Zahnärztin oder einen neuen Friseur, warum sollte das bei einem Coach oder Mentor anders sein?  

Daher last but not least auch  

10) hol dir Unterstützung.

Am besten fortlaufend. Das ist auch eine Klarheit, die leider oft erst ab einem gewissen Businesslevel da ist. Dass es eben nicht nur einmal was lernen oder punktuelle Hilfe in dem Moment ist, sondern dass du so richtig wachsen und dein Business blühen und strahlen kann, wenn du nicht alleine durch alles durchgehst. Dir auch, wie meine Mastermindteilnehmerin Kiran Deuretzbacher es mal ausgedrückt hast, einfach die Unterstützung gönnst. 

Wo kannst DU deine bestehenden Produkte besser machen und/oder deinen bestehenden Kund:innen ein unwiderstehliches Angebot machen? 

Ich hoffe, diese Tipps haben dir geholfen.  

Wenn du das mit mir und einer großartigen Gruppe in Business-Strategie und Mindset und ganz viel Spaß zusammen herausfinden möchtest, was dich bisher noch daran hindert, mehr zu erreichen und weniger zu tun und das entsprechend zu verändern – in meiner Next Level Mastermind wird entspannter Erfolg und mehr Erreichen mit weniger Tun im neuen Jahr ganz stark Thema sein, noch viel mehr als ohnehin schon. Großartiges Netzwerk erfolgreicher Unternehmerinnen und gemeinsames Durchgehen und Freude, Frust, Leichtigkeit und Mindfucks inklusive zu meinem Coachinginput und ganzheitlicher Begleitung.

Und wo du, wie es Teilnehmerin Kathrin Borghoff mal so schön ausgedrückt hast, Fragen beantwortet bekommst, von denen du gar nicht wußtest, dass du sie hattest. 

Schau hier für die Next Level Mastermind. 

 

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Lena

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