Sind Online-Kurse tot? Diese Frage höre ich gerade fast täglich. Manchmal von Kundinnen, die ein erstes Produkt bauen wollen und unsicher sind, ob sich das überhaupt noch lohnt. Manchmal von erfahrenen Anbieterinnen, deren bewährte Programme plötzlich nicht mehr so verkaufen wie früher.
Meine klare Antwort: Nein. Online-Produkte sind nicht tot. Online-Education ist weiterhin einer der größten Wachstumsmärkte — bis 2029 und darüber hinaus.
Aber: Die Art von Online-Produkten, die in den letzten Jahren oft gebaut wurde, die funktioniert so nicht mehr. Und das wird in den nächsten zwölf Monaten noch viel deutlicher werden.
Gleichzeitig passiert etwas anderes: Die Qualität wird absehbar massiv hochgetrieben. Weil das untere Ende — das, was früher mit wenig Aufwand verkauft wurde — jetzt von KI bedient wird. Gute Produkte werden dadurch noch stärker. Eine riesige Chance für erfahrene Expertinnen, die sie nutzen wollen.
In diesem Beitrag zeige ich dir, was sich verändert hat, wovon ich konkret abrate, was 2026 wirklich funktioniert — und was das für die verschiedenen Produkttypen bedeutet.
Klick hier, um die ganze Folge zu hören:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Was sich verändert hat: Wissen ist billig geworden
Wenn jemand wissen will, welche Routinen bei Schlafproblemen helfen — ChatGPT spuckt eine Liste aus. Wenn jemand eine kohlenhydratarme Einkaufsliste braucht — bekommt er sie in Sekunden. Wenn jemand wissen will, wie man weniger schimpft im Familienalltag — ChatGPT hat eine Antwort.
Vielleicht nicht so gut wie die in den Büchern, die viele Expertinnen darüber geschrieben haben. Aber sie ist da. Sofort. Kostenlos. Oder für den aktuell noch lächerlichen Preis eines Pro-Accounts. Und die KI tätschelt dir noch virtuell den Kopf und stimmt dir zu.
Das heißt: Reines Wissen, reine Info ist nicht mehr das, wofür Menschen bezahlen. Jeder 20-Jährige, der einigermaßen mit KI umgehen kann, kann ein Wissensprodukt zu deinem Thema bauen. Innerhalb von zwei Wochen – maximal.
Aber was ist im Gegenteil wertvoller geworden?
- Orientierung — Was davon ist eigentlich für mich relevant?
- Einordnung — Was kommt in welcher Reihenfolge?
- Entscheidung — Welche Strategie passt zu mir?
- Anwendung — Wie setze ich das konkret um?
- Feedback — Mach ich das richtig?
- Struktur — Wie komme ich von A nach B?
- Transformation — Wie schaffe ich es, am Ende wirklich anders dazustehen?
- Unterstützung — wenn ich hängenbleibe oder mich nicht auskenne
Hast du das Gefühl, jetzt, wo Menschen immer mehr Zugriff auf immer mehr Wissen haben, wären sie alle superviel klüger und wüssten genau, was sie zu tun haben? Wohl eher nicht. Im Gegenteil. Viele sind verwirrter und unsicherer als je zuvor.
Genau hier liegt der Markt der Zukunft. Nicht im „Ich gebe dir das Wissen“, sondern im „Ich führe dich zum Ergebnis“. Oder: „Ich bin an deiner Seite.“ Oder: „Hier ist eine Community aus Gleichgesinnten.“
Die wichtigste These: Ein gutes Online-Produkt 2026 ist kein Wissenscontainer. Es ist ein Ergebnis-System.
Ein Wissenscontainer sagt: „Hier ist alles, was ich zu diesem Thema weiß.“ Ein Ergebnis-System sagt: „Ich bringe dich von A nach B.“
Wenn du gerade dein erstes Produkt baust, ist das die wichtigste Entscheidung, die du gleich am Anfang triffst. Davon hängt alles andere ab.
5 Sachen, von denen ich abrate
Damit du nicht in die Fallen tappst, in die viele in den letzten Jahren reingelaufen sind:
1. Kursfriedhöfe ohne didaktischen oder strategischen Aufbau. 100 Stunden Videomaterial zu einem kleinen Thema. Alles in einer random Reihenfolge in einen Mitgliederbereich gepackt. Oder noch eine Variante: „Ich halte mal die Kamera drauf und nenne es Onlinekurs.“ Das war vorvorgestern.
2. Das Format „Hier ist alles, was ich weiß.“ Hat funktioniert, als Information knapp war. Heute ist sie im Überfluss da.
3. Produkte ohne klare Priorität. Wo nicht klar ist, was zuerst kommt, was später, was kann weg. Eine typische Anfänger-Falle, weil du als Expertin alles wichtig findest — du musst aber für deine Kundin entscheiden, was zuerst dran ist.
4. Produkte ohne Bezug zur individuellen Situation. Wo jeder das gleiche Modul durchgeht. Vor zwei Jahren ging das. Heute nicht mehr.
5. Produkte ohne Produktstrategie und Verkaufsstrategie. „Mein Produkt ist gut, also wird es schon gekauft“ — diese Annahme war früher schon falsch, und jetzt ist sie es noch mehr.
Funktioniert nicht heißt nicht, dass das gar nicht mehr verkauft wird. Es heißt: Es wird immer schwerer. Es braucht immer mehr Marketing-Kraft. Stornoquoten steigen, Empfehlungen bleiben aus. Auf Dauer trägt es nicht.
Wenn du jetzt baust — bau gleich anders.
Die Frage, die deine Kund:innen jetzt stellen
Eine Frage, die deine potenziellen Käuferinnen sich gerade stellen — manchmal bewusst, oft unbewusst:
„Warum brauche ich dich dafür eigentlich? Warum nicht einfach ChatGPT?“
Diese Frage ist nicht böse. Sie ist inzwischen normal. Und du solltest sie beantworten können. Wenn DU dir diese Frage schon nicht beantworten kannst, wie soll es deinen Kund:innen gehen?
Hier vier konkrete Beispiele, wie du dein Angebot anders beschreibst:
Ernährungsberaterin: Statt: „In meinem Kurs lernst du die Grundlagen gesunder Ernährung.“ Besser: „Ich helfe dir, in einem vollen Familien- und Arbeitsalltag eine Ernährung zu finden, die deinen Blutzucker stabil hält, dich satt macht und nicht davon abhängt, dass du jeden Sonntag drei Stunden Meal Prep machst.“
Pädagogin im Familienbereich: Statt: „In meinem Kurs lernst du bindungsorientierte Erziehung.“ Besser: „Ich helfe dir, in den fünf typischen Eskalationsmomenten im Familienalltag anders zu reagieren — nicht perfekt, aber so, dass du aus dem Dauer-Schimpfen rauskommst.“
Beziehungscoach: Statt: „Coaching für mehr Verbindung.“ Besser: „Ich helfe dir und deinem Partner, in drei Monaten wieder die Gespräche zu führen, die ihr früher hattet — bevor Kinder, Job und Alltag dazwischenkamen.“
Business-Coach (das ist mein Bereich): Statt: „In meinem Programm lernst du, wie du ein Online-Business aufbaust.“ Besser: „Mit mir baust du ein modernes, stärkenorientiertes Expert:innenbusiness, das im KI-Zeitalter wächst.“
Es geht nicht um mehr Wissen. Es geht um bessere Übersetzung deiner Expertise in das konkrete Leben deiner Kund:innen.
Was 2026 funktioniert: Die 6 Punkte
1. Ein klares, kaufbares Ergebnis. Nicht „lerne alles über Stress-Management“. Sondern: „In sechs Wochen hast du dein persönliches Anti-Stress-System eingerichtet, das auch dann hält, wenn dein Alltag verrückt spielt.“
2. Ein geführter Weg. Was kommt zuerst, was später, was kann weg? Deine Kundin will nicht alles wissen. Sie will wissen, was als Nächstes dran ist.
3. KI-Unterstützung an den richtigen Stellen. Nicht als Gimmick. Sondern als Begleiter in dem Moment, wo Information allein nichts hilft. Beispiele: ein KI-Assistent für eine Stress-Kundin, der abends in zwei Minuten ihren Tag durchgeht und eine individuelle Übung zusammenstellt. Oder: eine Mutter beschreibt eine eskalierte Situation und bekommt sofort drei Sätze, die sie zu ihrem Kind sagen könnte — in der Haltung, die du ihr beigebracht hast.
4. Feedback oder Korrektur. Live-Calls, Community, KI-Assistent, der mitdenkt, Reviews, Checklisten. Der Punkt, an dem sich entscheidet, ob jemand wirklich ins Ergebnis kommt — oder nach drei Wochen aufgibt.
5. Ein passender Verkaufsmechanismus. Ein gutes Produkt ist nur dann ein erfolgreiches Produkt, wenn es auch verkauft werden kann.
6. Einbettung ins Business-Modell. Wo steht das Produkt in deinem Portfolio? Wie führt es in Umsatz, Wiederkäufe, Vertrauen?
Wenn du gerade dein erstes Produkt baust, sind diese sechs Punkte deine Checkliste. Bevor du Inhalte produzierst — beantworte diese Fragen.
Und: Das alles braucht ein System drum herum, damit es trägt. Mehr dazu in einer der nächsten Folgen.
Was das für deine Produkttypen heißt
Begleitete Programme
Coaching-Programme, Mastermind-Gruppen, längere Kurse mit Live-Anteilen haben gerade wieder Aufwind. Klingt paradox in Zeiten von KI und Skalierung — aber genau deshalb.
Weil das, was begleitete Programme bieten, durch KI nicht ersetzt werden kann: Begleitung. Feedback. Umsetzung. Das Gespräch, in dem jemand sagt: „Ich verstehe alles, aber ich komme nicht ins Tun“ — und du siehst, woran es liegt.
Aber: Gute begleitete Programme funktionieren 2026 anders. Früher hieß „Programm“: Alle gehen denselben Weg, im selben Tempo, durch dieselben Module. Das funktioniert oft nicht mehr.
Gute begleitete Programme sind heute agil und individuell. Sie haben eine Struktur — aber die Teilnehmerinnen bewegen sich darin entlang ihres Weges, nicht entlang eines starren Curriculums.
Hier wird KI zum Game-Changer. Sie ermöglicht in Gruppenformaten, was vorher nur in 1:1-Coaching möglich war: wirklich individuelle Begleitung. So arbeiten wir in Grow my business — und das ist mindblowing für Geschwindigkeit und Ergebnisse.
Reine Selbstlernprodukte
Wenn dein Selbstlernkurs darin besteht, dass jemand 10 oder 40 Videos guckt und am Ende ein PDF hat — dann konkurrierst du direkt mit YouTube. Und mit KI. Das wird schwer.
Was Selbstlernprodukte heute brauchen:
- Klar auf ein konkretes Ergebnis ausgerichtet
- Führung statt „hier ist alles“
- Wenn möglich eine KI-Komponente, die Feedback gibt — als das Element, das den Unterschied macht zwischen „ich habe einen Kurs gekauft“ und „ich komme wirklich ins Ergebnis“
Mini-Produkte und Einstiegsprodukte
Wenn du gerade dein erstes Produkt baust, ist ein Mini-Produkt oft der richtige Anfang. Klein, fokussiert, schnell zu bauen — und du lernst, wie deine Zielgruppe reagiert.
Aber: Auch hier ist die Abgrenzungslast größer denn je. Die Antwort auf „Warum dein Mini-Produkt und nicht ChatGPT?“ muss zwei Dinge enthalten:
- Einen superkonkreten Weg. Nicht „alles über XY in 90 Minuten“, sondern „die drei Schritte, mit denen du heute Abend dein Problem A löst“.
- Eine superkonkrete Art und Weise. Deine Methode, dein Blick, deine Sicht.
Und ein Punkt, den viele übersehen: Ein Mini-Produkt ist mehr denn je ein Einstiegs- und Kennenlernprodukt. Es ist nicht primär da, um Umsatz zu machen. Es öffnet die Tür. Damit deine Kundin erlebt, wie du denkst, wie du führst, wie klar es mit dir wird. Genau das ist der Moment, in dem aus Käufer:innen Kund:innen werden. (Und du brauchst den Plan für „danach“)
KI-Produkte — eine ganz neue Kategorie
Produkte, in denen KI nicht nur Thema ist, sondern in denen KI das Produkt ist. Eigene Skills, Custom-GPTs, komplette KI-Workflows für eine spezifische Aufgabe.
Eine massive Chance für Expert:innen mit klarer Methodik. Weil du deine Methodik einbauen kannst, sodass deine Kunden mit deiner KI auch zu deinen Ergebnissen kommen.
Komm ins kostenfreie Course Creation Weekend
Wenn du gerade an dem Punkt stehst — egal ob du dein erstes Online-Produkt entwickelst oder ein bestehendes neu aufstellst — dann ist das CCW genau dafür gebaut.
Zwei Tage. Kostenfrei.
Du entwickelst dein Produktkonzept — nach den sechs Punkten aus dieser Folge.
So läuft es konkret:
- Zwei intensive Workshops von mir
- Du arbeitest mit unseren eigenen KI-Assistenten, die speziell darauf trainiert sind, dich durch die Entwicklung deines Konzepts zu führen
- Konkrete Rückmeldung in Telegram auf deine Ergebnisse
Du kommst rein mit deiner Expertise, deinem Thema, deinen Ideen. Du gehst raus mit einem fertigen Produktkonzept — plus einem klaren Bild davon, welche Verkaufswege 2026 wofür tragen.
Warteliste: Grow my business 4.0
Das CCW ist die Entwicklung deines Konzepts. Die Umsetzung — das ganze Drumherum, das System dahinter — passiert in Grow my business.
Ich setze GmB gerade komplett neu auf. Das ist nicht GmB plus ein paar KI-Tipps. Das ist GmB 4.0.
Konkret: Du bekommst nicht einen KI-Assistenten. Du bekommst ein ganzes Team. Eine spezialisiert auf deine Positionierung. Eine auf deine Brand Voice. Eine auf deine Produktentwicklung. Eine auf deine Launchplanung. Eine auf deine Verkaufsargumente. Sie kennen deine Situation, deine Zielgruppe, deinen Stil — und sie greifen ineinander. Was vorher Wochen oder Monate gedauert hat, entsteht in Stunden.
In dieses Team ist meine gesamte Methodik aus 17 Jahren Arbeit mit selbstständigen Expert:innen eingebaut. Keine generische KI — meine Frameworks, meine Art zu denken, meine Sicht auf dein Business.
Und das ist nur eins von dem, was an GmB 4.0 neu ist.
Das alles auf einem Fundament aus den bewährten Bausteinen eines Programms, das es seit 2017 gibt. Aber mit einer KI-Infrastruktur, die noch vor einem Jahr oder 6 Monaten überhaupt nicht möglich gewesen wäre.
Das ist eine andere Liga. Wirklich.
Hinweise für dich
Wenn dir die Folge gefallen hat: Bewerte den Podcast, teile ihn mit einer Unternehmerin, die das hören sollte – und abonniere, damit du keine Folge verpasst.
Weitere Artikel
Kategorien
Worüber möchtest du mehr lesen?
Familienleicht lernen, leben & arbeiten
Abonniere jetzt den Podcast
Life and business als bedürfnisorientierte Mama mit großen Ambitionen - hör rein und hol dir eine Riesenportion Inspiration ab, garniert mit Aha-Momenten und handfesten Tipps und Tricks zum ganzheitlichen Business-Auf- und Ausbau. Und lerne andere spannende Leute auf einem ähnlichen Weg kennen!