Mama-Business-Themenwoche Tag 4

Kann ich das?

Darf ich das?

Es gibt doch schon so viele, die das machen…

Heute steigen wir in die Fragen ein.

Wenn Du darüber nachdenkst, Dich selbständig zu machen bzw. mit Deiner Selbständigkeit online zu gehen, geht meist ein irres Kopfkino an. Dein innerer Kritiker sieht seine große Stunde gekommen und tanzt Tango. Dein Verstand schaltet sich bei allem ein, was Du so an tollen Ideen hast.

„Hach, wäre das schön!“ – „Spinn nicht rum, das sind doch nur Träumereien!“

„Ich möchte das sooo gerne machen!“ – „Das schaffst Du doch nie!“

„Das ist so wertvolles Wissen und ich möchte das mit der Welt teilen!“ – „Pah, die Welt hat gerade auf DICH gewartet! Außerdem reden/schreiben/bloggen da doch schon SO VIELE drüber!“

Kennst Du das? So oder so ähnlich könnte das Stimmengewirr in Deinem Kopf aussehen, oder?

„Jetzt noch nicht, aber wenn ich noch eine weitere Ausbildung/Fortbildung gemacht habe, DANN könnte ich…“

Gerade Frauen setzen oft auf das ohnehin schon reichlich vorhandene Können und Wissen noch etwas drauf.

 

Die gute Nachricht ist: Dein Verstand, Dein innerer Kritiker sind eigentlich auf Deiner Seite. Sie wollen Dir helfen. Zunächst einmal wollen sie, daß Du überlebst. Das ist nämlich ihr Job, dafür sind sie evolutionär angetreten. (Du weißt schon, die Sache mit Steinzeit und Säbelzahntiger und so. Dummerweise sind Angriff, Flucht oder Totstellen – die Problemlösungsansätze unseres limbischen Systems – bei den meisten Businessherausforderungen keine allzu gute Strategie, und das tatsächliche Überleben ist glücklicherweise auch selten in Gefahr. Auch die Hormone, die teilweise aufgrund gemachter Erfahrungen ausgeschüttet werden, sind nicht immer ein guter Ratgeber in neuen Situationen.)

Oft hilft es, dem einen Namen zu geben und ihn sich bildlich vorzustellen – ich habe manchmal gleich zwei oder nenne ihn bei zwei Namen, einer heißt Elfriede, weil er – oder sie – wie eine keifende Alte ist (sorry an alle bestimmt sehr netten Elfriedes dieser Erde an dieser Stelle), der andere oder mit einem anderen Verhalten ist es der Nay-Sayer, weil ihm auf alle meine guten Ideen und Vorschläge immer nur ein „Nein!“, „NEE!“, „Nö“ in allen Variationen einfällt. Und wie bei Deinen Kindern ist es auch bei Deinem inneren Kritiker gut zu schauen, was will und braucht der denn eigentlich gerade? Wovor hat er Angst? Wovor will er Dich beschützen? Weil wie gesagt, eigentlich meint er – oder sie – es gut mit Dir.

Wobei gut gemeint nicht immer auch gut gemacht ist, das wissen wir ja auch alle.

Mut ist Angst plus ein Schritt. You have to do it scared. –  Es gibt keinen anderen Weg, um festzustellen, ob es das Richtige für Dich ist, als zumindest die Richtung einzuschlagen, wenigstens einen Fuß ins kalte Wasser zu strecken. Ob der Fuß ausreicht oder ob Du gleich ganz hineinspringst, ist wiederum auch Typsache.

Mit welchen Fragen oder Sätzen schlägt sich Dein Inneres herum? Was sind die „Argumente“ Deines inneren Kritikers?

Kannst Du sehen, wo Deine Angst herkommt? Welchen Argumenten ist sie zugänglich, auf welchen Erfahrungen basiert sie? Hilft es, Dir den Worst Case zu überlegen? Oft ist „das Schlimmste, was passieren könnte“, bei näherer Betrachtung gar nicht soo furchtbar und mit etwas mentaler und praktischer Vorbereitung durchaus auch gut zu schaffen. Wenn Du also auf diesen Worst Case vorbereitet bist, kann sich Dein innerer Kritiker vielleicht entspannen. Hilfreich ist auch, wenn Du Dir Unterstützung holst – Gleichgesinnte und/oder einen Coach (oder z.b. eine Kombination daraus wie in unserem Programm).

Was ist möglich und machbar für Dich – und Deinen inneren Kritiker – , was der nächste – vielleicht kleine, aber gangbare Schritt?

Wir sind gespannt auf den Austausch mit Dir in der Facebook-Gruppe. Im Live-Video gehe ich tiefer auf die Themen und Beispiele ein. Alles Wichtige dazu findest Du hier.